Geschichtliches

Vereinsgeschichte 

Der GV "Eintracht", gegründet 1887, ist der älteste kulturelle Verein des Stadtteils Spöck. In seiner mehr als 100-jährigen Vereinsgeschichte wurde der Verein von lediglich sechs Vorsitzenden geführt und von zehn Chorleitern musikalisch geleitet.

Vorsitzende der "Eintracht"

Der frühere reine Männerchor wurde im Jahr 1981 durch die Gründung eines  Frauenchores ergänzt. Schon zur Gründungsversammlung waren 21 Frauen  erschienen. Bei der vierten Chorprobe hatte sich die Zahl der Sängerinnen bereits  auf 36 erhöht, während man 1987 eine Stärke von über 50 Sängerinnen erreicht  hatte. Dadurch bestand forthin auch die Möglichkeit bei besonderen Anlässen als  Gemischter Chor aufzutreten.

 

Chorleiter der "Eintracht" ab 1946:

  • 1946 - 1952 Rolf Ummenhofer
  • 1953 - 1972 Walter Schweikert
  • 1972 - 1978 Gerhard Bender
  • 1978 - 1982 Gerhard Zimmermann

Seit 1982, somit 15 Jahre, leitet Chordirektor (FDB) Friedbert Bollheimer Frauen- Männer- und Gemischter Chor der Eintracht. Mit ihm konnten die Chöre hervorragende Erfolge feiern. Herausragend aber für uns ist der Mensch Friedbert Bollheimer, der sich voll dem Gesang verschrieben hat und für seine Vereine jederzeit - aus welchem Anlaß auch immer - zur Verfügung steht.

 

Ortsgeschichte  

Spöck, der älteste urkundlich erwähnte Ortsteil der Gemeinde Stutensee (seit 1998 Große Kreisstadt Stutensee), liegt inmitten der rechtsseitigen Rheinebene auf einem aus dem Sumpfgebiet des Altrheins herausgewachsenen Sandrücken. Das Dorf kann wohl als Siedlung auf ein mehr als 2000-jähriges Bestehen zurückblicken. Da die Römer, welche das linksseitige Rheinufer besetzt hielten, ihr weites Straßennetz auch rechtsrheinisch weithin führten, zog eine solche Römerstraße nahe an Spöck vorbei. Um 200 n. Chr. verließen die Römer endgültig das rechte Rheinufer und die Alemannen nahmen das Land in Besitz. Sie kamen ursprünglich aus Skandinavien und waren ein Teil der germanischen Volksstämme. Um 500 n. Chr. verloren die Alemannen ihre Besitzungen bis zur Murg an die Franken. Alemannische und fränkische Bau und Sprachweise sind heute noch in unserer Gegend gemischt und oft eindeutig erhalten, wenn auch die nachfolgenden Zeitläufe manches vernichtetet haben. Die Frankenbesiedelung brachte unserer Gegend das Christentum. Neue Zeiten, neue Ereignisse und die zwei folgenden Weltkriege haben auch unser Dorf nicht verschont. Doch das Leben im Ort ging weiter, obwohl viele Menschen nicht mehr lebten, da sie im Krieg oder an den Folgen gestorben waren. Die große Not, hervorgerufen durch die Zerstörungen des letzten Krieges, insbesondere durch den Angriff vom 19. Oktober 1944, konnte nur langsam gemindert werden. Doch im Zuge des sogenannten Wirtschaftswunders verbesserte sich auch allmählich in unserem Ort die Lage. Immer mehr unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger fanden in den wieder entstehenden Industriebetrieben in Karlsruhe, Durlach und Bruchsal Arbeit und Verdienst. So, wie die Zahl der auswärts Beschäftigten immer mehr stieg, trat im Tabakanbau, der 1941 mit 646 Pflanzern den Höchststand erreicht hatte, ein stetiger Rückgang ein. Unser Ort entwickelte sich dadurch von einer einst durch die Landwirtschaft geprägten Gemeinde zunehmend zu einer vorwiegenden Wohngemeinde. Die frühere Dreschhalle wurde zur Veranstaltungshalle umgebaut und durch den Gesangverein "Eintracht Spöck" anläßlich seines 75-jährigen Jubiläums eingeweiht. Im Zuge der Gemeindereform wurde Spöck zusammen mit Blankenloch einschließlich Büchig, Friedrichstal und Staffort zur Gemeinde Stutensee zusammengefaßt. Die politische Vertretung vor Ort wird seitdem durch den Ortschaftsrat vorgenommen. Vorsitzender des Ortschaftsrates und zugleich Ansprechpartner der im Rathaus verbliebenen Verwaltungsstelle ist der Ortsvorsteher.

 

Entnommen aus "100 Jahre MGV Eintracht 1887 Spöck e.V." Copyright © 1987, 1997 GV "Eintracht 1887" Spöck e.V. Verwendung auf anderen (privaten) Seiten nur mit Quellenangabe gestattet. Verwendung auf kommerziellen Seiten sowie Vervielfältigung/Verbreitung in jeglicher Form nur mit schriftlicher Genehmigung des Vereins gestattet. Alle Rechte vorbehalten.