Sie sind hier

Friedrich Malsch

Friedrich MalschHauptlehrer Friedrich Malsch wurde bei der Gründungsversammlung im Jahr 1887 zum Vorsitzenden gewählt, so daß es  gerade seinem Geschick und Können zu verdanken war, daß der Verein einen so guten Start hatte. Aber nicht nur   Vorsitzender war Hauptlehrer Malsch, er war auch seit der Vereinsgründung der Dirigent der "Eintracht", wodurch auch  die musikalische Leitung in seinen Händen lag. Wie uns die Chronik überliefert, fanden die ersten Singstunden sogar in   der Wohnung von Friedrich Malsch statt. Mit Stolz wurde auch festgehaltenbereits nach 14-tägiger Arbeit der junge  Verein mit dem Lied "Laßt Jehovah hoch erheben" die erste Feuerprobe bestanden hatte. Die erfolgreiche Vereinsarbeit   der "Eintracht" blieb nicht ohne Resonanz, denn bereits nach einem Jahr zählte der Verein 38 aktive und 8 passive  Mitglieder; ein beachtlicher Erfolg, zumal Spöck in diesen Jahren nur 1.330 Einwohner hatte. So fanden die Singstunden  dann auch bald in einem Schulsaal statt. Mit einer begeisterten Sängerschar konnte Friedrich Malsch als qualifizierter  Dirigent schon in den ersten Jahren des Vereinsbestehens ein hohes gesangliches Niveau erreichen. Friedrich Malsch  war nicht nur bei der Vereinsgründung die treibende Kraft, er leitete auch mit seltener Hingabe den Männerchor  Jahrzehnte hindurch bis zu seiner Pensionierung und seinem Wegzug im Jahr 1920. Während dieser Zeit stellte Herr  Malsch seine musikalische Begabung und seine ganze Tatkraft in den Dienst des Vereins. Nicht um Geld, Ruhm oder  Ehre ging es dem verdienten Dirigenten und Vereinsvorsitzenden Friedrich Malsch, sondern einzig und allein um die  Pflege des Deutschen Liedes und um den Bestand und das Wohl "seiner" "Eintracht". So wurde Friedrich Malsch auch   verdientermaßen zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die Verbindung zwischen Verein und seinem "getreuen Eckart"  Friedrich Malsch riß auch nach seinem Wegzug nicht ab. Immer wieder in den folgenden Jahren kann man aus den  Niederschriften des Vereins ersehen, daß man seinem Ehrenpräsidenten zum Geburtstag ein Ständchen bracht,   zuletzt im Juli 1930. Am 25. Oktober 1930 hatten die Sänger der "Eintracht" die traurige Pflicht, ihrem verdienstvollen  Ehrenpräsidenten bei der Beerdigung die letzte Ehre zu erweisen.