Am 27. April des Jahres 1981 begann beim “Männerchor Eintracht” ein neues Vereinskapitel. Nach langer und teilweise kontrovers geführter Diskussion wurde an diesem Tag der Beschluss gefasst, einen Frauenchor zu gründen. Treibende Kraft war hier Dirigent Zimmermann. Eine wichtige Voraussetzung war die Erklärung des 1.Vorsitzenden und des Chorleiters, dass der Frauenchor als eigenständige Chorgattung neben dem Männerchor geführt wird und dass das gemeinsame Singen auf besondere Anlässe beschränkt bleibt. Die erste Singstunde mit 21 Frauen fand am Montag, dem 11. Mai 1981 statt. Den ersten Auftritt absolvierte der Frauenchor am 26. September 1981 beim vereinseigenen Herbstfest.
Nachfolgender Zeitungsbericht erschien in der örtlichen Presse:
„Eintracht“ - Frauenchor hatte beim Spätsommerfest Premiere. Die 53 Spöcker Sängerinnen heimsten viel Applaus ein.
STUTENSEE-SPÖCK. Erstmals seit der Gründung des Frauenchores der „Eintracht“ im Mai dieses Jahres stellte er sich jetzt beim Spätsommerfest der Öffentlichkeit vor. Dabei hatte der Chor unter der Leitung von Chorleiter Gerhard Zimermann eine „ glanzvolle Premiere“. Überhaupt wurde an den drei Tagen durch die Beteiligung zahlreicher Gastvereine ausgezeichneter Chorgesang geboten, so daß die Festbesucher,die sich immer zahlreicher einfanden, auf ihre Kosten kamen. Zur Festeröffnung galt das größte Interesse dem ersten öffentlichen Auftritt des neugegründeten Frauenchors der „Eintracht“. Als der Entschluß zur Gründung getroffen wurde und die erste Zusammenkunft am 11. Mai stattfand, war noch nicht abzusehen, daß man noch im gleichen Jahr erstmals öffentlich auftreten konnte. Bei der ersten Probe waren 21 Frauen anwesend, doch von Singstunde zu Singstunde vergrößerte sich der Chor immer mehr, so daß ihm heute bereits 53 Sängerinnen angehören. Und nach den gelungenen Auftritten beim Spätsommerfest rechnet man damit, daß sich diese Zahl noch weiter erhöht. Besonders gewürdigt wurde Chorleiter Gerhard Zimmermann, der in kurzer Zeit ein großes Werk erbrachte. Dabei gilt es zu bedenken, daß der Chor ja nicht seit Mai kontinuierlich üben konnte, da die Arbeit durch die Sommerpause unterbrochen wurde. Deshalb ist die Leistung des Chores und die Arbeit seines Leiters um so höher einzuschätzen. Der erste Vorsitzende Karl Mack begrüßte zur Premiere in der vollbesetzten Veranstaltungshalle viele Festbesucher. Sein besonderer Gruß galt dabei dem Mänergesangverein Wössingen und dem Musikverein Forst. Ebenso hieß Mack die Vertretungen der Ortsvereine sowie Ortsvorsteher Werner Linsen willkommen. Der Männerchor der „Eintracht“ unter der Leitung des Chorleiters Zimmermann eröffnete mit dem Chor „Stunde des Glücks“ die Programmfolge und gab mit weiteren Liedvorträgen Proben seines Könnens. Dann war schließlich der Frauenchor der „Eintracht“ an der Reihe, der ebenfalls von Gerhard Zimmermann geleitet wurde. Die Chorvorträge „Die Welt ist voll Musik“, „Wahre Freundschaft“ und „Wenn zwei Stern am hohen Himmel“ wurden sehr ansprechend vorgetragen, ein Zeichen, daß der Frauenchor gute Fortschritte gemacht hat. Auch die fremdländischen Volkslieder, bei Klavierbegleitung von Zimmermann, erhielten stürmischen Beifall vom Publikum. Die Premiere des Frauenchors wurde als glänzend bewertet. Als Lohn für seine Arbeit erhielt Chorleiter Zimmermann von den Frauen einen Blumenstrauß. Im weiteren Verlauf des Abends hatte dann der Männergesangverein Wössingen seine Auftritte. Unter der Leitung von Chorleiter Metzger sang Wössingen zahlreiche Chöre, die mit viel Beifall bedacht wurden. Stimmung brachte dann zur späten Stunde der Musikverein Forst, der ausgezeichnete Volksmusik präsentierte und beim Publikum gut ankam. Am zweiten Festtag hatten sich die Gastvereine von „Germania Staffort“ und „Liederkranz Eggenstein“ eingefunden. Unter der Leitung von Chorleiter Spitz sang der gemischte Chor aus Staffort einige Lieder, die viel Beifall fanden. Ebenso beifällig wurden die gesanglichen Darbietungen des „Liederkranz Eggenstein“ unter der Leitung des Vizedirigenten Köhler aufgenommen. Am Abend waren dann die Ortsvereine unter sich. Der Handharmonikaclub „Edelweiß“, wie auch der Musikverein „Harmonie“ sorgten mit ihren musikalischen Darbietungen für gute Unterhaltung, während der Gesangverein „Liederkranz“ Spöck, unter der Leitung des Vizedirigenten Fritz Simon, mit seinen Liedvorträgen ebenfalls viel Beifall fand. Der Festausklang stand dann nochmals ganz im Zeichen des Chorgesangs, wobei die „Trautmann-Chöre“, „Liederkranz Friedrichstal“ und „Konkordia“ Bad Mingolsheim dem Abend das Gepräge gaben. Nachdem der Vorsitzende Karl Mack die vielen Festbesucher, insbesondere aber die Gastvereine begrüßte, eröffnete der Mänerchor der „Eintracht“ die Programmfolge. Unter der Leitung des Chorleiters Zimmermann erwarb man sich viel Beifall. Die Akzente setzten dann aber die Chorvorträge des „Liederkranz“ Friedrichstal und der „Konkordia“ Bad Mingolsheim. Sowohl Friedrichstal wie auch Mingolsheim, beide unter der Leitung von Chordirektor Trautmann, brachten ausgezeichnetes Liedgut zu Gehör. Beide Vereine wußten durch hervorragende Chorwiedergabe zu gefallen. Quelle: unbekannt
Die Jahre 1982 bis 1990
2001 - 20 Jahre Frauenchor
Begrüßungsrede der Frauenvertreterin Monika Hofheinz zum 20 jährigen Bestehen:
"Liebe Sängerinnen und Sänger, verehrte Gäste. Heute, fast auf den Tag genau vor 20 Jahren, am 11. Mai 1981, wurde der Frauenchor des GV Eintracht gegründet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten seitens der Männer konnte man sich durchringen, einen Frauenchor ins Leben zu rufen. Treibende Kraft war der damalige Dirigent Zimmermann, der leider viel zu früh verstarb. Von Anfang an wurden klare Linien geschaffen, denn der Männerchor wollte eine eigene Chorgattung bleiben. Das gemeinsame Singen wurde auf besondere Anlässe beschränkt. Line Fetzner wurde 1982 zur ersten Frauenvertreterin gewählt. 45 sangesfreudige Frauen besuchten im ersten Jahr die Singstunde; weitere kamen hinzu. 1991, beim 10jährigen Bestehen, waren noch 35 der 45 Sängerinnen aus dem Gründungsjahr aktiv. Heute, nach 20 Jahren singen noch 23 Frauen aus der ersten Stunde. Fünf Sängerinnen sind im laufe der Zeit verstorben. Stellvertretend für alle möchte ich unsere ehemalige Frauenvertreterin, Line Fetzner, erwähnen. Nach dem Bau unseres Vereinsheims hat sich die Sängerinnensituation gebessert. Wir haben optimale Voraussetzungen für die Proben, die Geselligkeit kann intensiver gepflegt werden und an den Tischen wird auch wieder gesungen. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt. Dies alles ist mit zusätzlicher Arbeit verbunden, doch ist der Verein immer noch mit genügend Idealisten ausgestattet, die sich immer wieder bereit erklären, zum Wohle aller, die anfallenden Dienste zu verrichten. Es wäre schön, wenn sich die Zahl der Sängerinnen nicht reduzieren, sondern neue oder auch ehemalige Sängerinnen den Weg zu uns finden würden. Laut Stimmlisten singen 35 Frauen im Chor: 10 im 1. Sopran, 17 im 2. Sopran und 8 Sängerinnen im Alt. Zwei Sängerinnen aus unseren Reihen werden heute für 50 bzw. 25 Jahre Aktivität vom Deutschen oder Badischen Sängerbund geehrt. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit sind 25 bzw. 50 Jahre eine riesige Zeitspanne. Deshalb ist es um so lobenswerter, dass es noch Frauen gibt, die sich über einen so langen Zeitraum dem Chorgesang widmen. Mögen in den kommenden Jahren noch viele Ehrungen anstehen, denn das würde auch den Fortbestand des Frauenchores bedeuten. Alle ehemaligen und auch sonstige sangesfreudigen Frauen darf ich zu unseren montäglichen Singstunden ins schmucke Sängerheim des GV Eintracht einladen. Ich darf Ihnen noch ein paar schöne Stunden im Kreise der Eintracht wünschen und bedanke mich nochmals für Ihr Erscheinen."
2006 - 25 Jahre Frauenchor
Höhepunkt des Monats Mai waren am Wochenende 20. und 21. Mai die Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums unseres Frauenchores in der Veranstaltungshalle. Beim Ehrenabend konnte unser 1.Vorsitzender als Ehrengäste Oberbürgermeister Klaus Demal mit Gattin, unseren Ortsvorsteher und Festpräsidenten Dr. Klaus Mayer, den Vertreter des Deutschen und Badischen Sängerbundes und Vorsitzenden der Sängergruppe Hardt, Herrn Horst Winter und die Frauenbeauftragte, Frau Priska Fuhrmann, vor vollem Haus besonders begrüßen. Sein Willkommensgruß galt aber auch den beiden Gastchören Germania Staffort und Chorgemeinschaft Oberöwisheim, allen anwesenden Ehrenmitgliedern, Mitgliedern, Freunden und Besuchern, sowie allen aktiven Sängerinnen und Sängern der "Eintracht", die mit ihren Liedvorträgen und den vorgesehenen Ehrungen den Hauptteil des Abends bestritten. Neben den Aktiven wurden insgesamt 52 passive Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt. In seiner Festansprache ging der Ortsvorsteher auf die Wichtigkeit der Frauenstimmen für eine gute Chormusik ein. Was musikalischen Darbietungen erst zur rechten Ausgewogenheit verhilft, ist nach seiner Ansicht ein gutes Verhältnis von männlichen und weiblichen Stimmen Zum 25. Geburtstag würdigte er den positiven Einfluss des Frauenchores, der 1981 mit 45 Frauen begann, von denen heute noch 19 aktiv dabei sind, bzw. der Frauenstimmen auf die Vielfalt des Chorgesang und die Entwicklung des Liedgutes der "Eintracht", das weit über das traditionelle Repertoire hinausgeht. Dies werde am Beispiel des Chorprojekts für unser Jubiläumskonzert im Dezember dieses Jahres deutlich, das u.a. Evergreens, Popmusik und Musical-Melodien umfasst. Den ersten Teil des Ehrenabends bestritt der Männer-Chor mit drei Liedbeiträgen . Nach dieser Ansprache des Festpräsidenten und den Grußworten des Vertreters des Sängerbundes und der Sängergruppe, Herrn Horst Winter, nahm dieser die Ehrungen des Deutschen und Bad. Sängerbundes für langjährige aktive Sänger vor. Für 25 Jahre Singen im Chor wurden geehrt: Bernd Bertsch, Herbert Lang, Josef Schreibmeier, Karl Truntschnig und Reinhard Walter. Herbert Lang und Karl Truntschnig wurden gleichzeitig vom Verein geehrt. Die goldene Ehrennadel erhielten für 40 Jahre Singen im Chor: Wolfgang Lautenschläger und Kurt Mangold, die gleichzeitig zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Für 50 Jahre Aktivität wurden mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes geehrt: Emil Friedle, Viktor Friedle, Walter Hofheinz und Hans Süß. Die gleiche Ehrung erhielten Karl Fetzner, Albert Seeland und Helmut Seeland, die seit 60 Jahren aktive Sänger sind. Werner Süß und Hermann Zeiher singen seit 65 Jahren und erhielten den Ehrenteller des Badischen Sängerbundes. Erich Lautenschläger, der seit 70 Jahren singt und seit 50 Jahren in der Vereinsverwaltung tätig ist, erhielt die besondere Ehrung des Deutschen Chorverbandes und ein Präsent des Vereins als kleines Dankeschön. Leopold Fetzner, der älteste Sänger der "Eintracht", singt seit 75 Jahren und wurde ebenfalls vom Deutschen Chorverband besonders geehrt. Nach den Liedvorträgen des Frauenchores ergriff die Frauenvertreterin Monika Hofheinz das Wort, begrüßte namentlich die noch aktiven Gründungsmitglieder des Frauenchores und berichtete über seine Entwicklung in den 25 Jahren seines Bestehens. Die Frauenbeauftragte der Sängergruppe Hardt, Frau Priska Fuhrmann, nahm nach ihren Grußworten für den Jubelchor die Ehrungen der Sängergruppe Hardt und des Bad. Sängerbundes vor. Sie überreichte neben der entsprechenden Urkunde für 25 Jahre das silberne und für 40 Jahre das goldene Ehrenkettchen an aktive Mitglieder des Frauenchores, die gleichzeitig auch vom Verein geehrt wurden. Für 25 Jahre Singen im Chor wurden geehrt: Gertrud Dürr, Liese Friedle, Liesel Hecht, Lioba Hecht, Margot Hoffner, Erika Hofheinz, Irmgard Lang, Nicole Lautenschläger, Ursula Lautenschläger, Helga Mack, Waltraud Matthias, Christa Nagel, Inge Paulus, Gerlinde Raupp, Hannelore Raupp, Claudia Sickinger, Helga Süß, Ursula Truntschnig, Inge Zeiher und Marie Zeiher. Eine Ehrung für 40 Jahre Singen im Chor erhielten Irene Habermeier (zuvor Kirchenchöre) und Resi Schuster (zuvor Gesangverein "Lasallia" Spöck). Besondere Anerkennung mit einem Präsent erhielten für ihre längjährige Tätigkeit als Frauenvertreterin Monika Hofheinz und als Notenwartin Resi Schuster. Auch bei unserem Chorleiter, Friedbert Bollheimer, bedankte sich die "Eintracht " mit einem Geschenkkorb für seinen unermüdlichen Einsatz. Nach den Ehrungen der aktiven Sägerinnen und Sänger umrahmte der Gemischte Chor die Ehrungen des Vereins für die passiven Mitglieder.