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Albert Süß

Schon im Jahr 1945 waren die Sänger wieder bestrebt zu gemeinsamen Singstunden zusammen zu kommen. Aber erst im Mai 1940 erlaubte die Militärregierung wieder Versammlungen und Singstunden. Die Verantwortlichen des Vereins mußten von der Militärregierung genehmigt sein. Den strengen Auflagen der Militärregierung entsprach folgende Vorstandschaft: 1. Vorsitzender Ferdinand Hofheinz 2. Vorsitzender Albert Süß, Kassier Fritz Mack, Schriftführer Karl Fetzner. Die erste Singstunde fand am 15. Juni 1946 unter der Leitung des Dirigenten Schmidt aus Karlsdorf mit einer Beteiligung von 23 Sängern statt. Für den damaligen Verantwortlichen Albert Süß, der den Verein nun führte, begann eine harte Aufbauarbeit doch mit zunehmender Sängerzahl entwickelte sich der Verein bald wieder zu einem guten Chorkörper. Schon 1946 hatte man bei einer "Werbeveranstaltung" des Musikvereins "Harmonie" Spöck seinen ersten Auftritt. In diesem Jahr wurde dann bereits Rolf Ummenhofer als Chorleiter verpflichtet, mit dem der Verein zu neuer Blüte wuchs. Bei der Mitgliederversammlung am 18. Januar.1947 wurde Albert Süß dann auch offiziell zum 1. Vorsitzenden gewählt. In diesem Jahr hatte man sich vorgenommen, das 60-jährige Stiftungsfest schon in einem größeren Rahmen abzuhalten. Ein Vorhaben das auch ganz gut gelungen ist. Beim Konzert am 22. Juni 1947 zeigte der Chor unter der  Leitung des Chorleiters Urnmenhofer schon ein ausgezeichnete gesangliche Leistung. Bei diesem Konzert wirkte auch  das Orchester des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe mit. Das Vereinsleben blühte immer mehr auf und ins ganze  Vereinsgeschehen kehrte nach den Kriegswirren wieder Normalität ein. Bei der Gründungsversammlung der Sängergruppe Hardt in Graben im Jahr 1947 wirkte die "Eintracht" ebenfalls mit. Im Jahr darauf beim ersten Gruppensingen in Graben hatte der Verein 85 Sänger aufgeboten um mit den Chorwerken "An hellen Tagen" und der  "Vesper" ausgezeichneten Chorgesang zu bieten. In den nachfolgenden Jahren wurden mit Chorleiter Rolf Ummenhofer gesangliche Erfolge reihenweise errungen. So beim Bundesliederfest in Karlsruhe 1951 oder beim Wertungssingen 1952, wo man mit großem Erfolg das "Morgenlied" aufführte. Auch in Punkto Geselligkeit wurde viel getan. Vereinsfeste,  Ausflüge und Weihnachtsfeiern zählten jeweils zum Jahresprogramm. Im Jahre 1952 erfolgte die Versetzung von  Rolf Ummenhofer nach Freiburg sodaß er die "Eintracht" nicht mehr weiterführen konnte. Für den Verein ein herber Verlust. Der Verein und seine Sänger wußten, daß es sehr schwer sein würde, einer gleichwertigen Nachfolger von Ummenhofer zu finden. Mit den Chorleiter Kunzmann, Stoll und Flaig wurden Probesingstunden abgehalten, ehe man schließlich im Jahr 1953 den Jungen Walter Schweikert aus Bruchsal verpflichtete; ein Glücksgriff für die "Eintracht", wie die Zukunft dann zeigte. Mit Schweikert hatte man nicht nur einen würdigen Nachfolger von Ummenhofer gefunden,  sondern viel mehr. Walter Schweikert setzte mit dem Chor neue Akzente und die Singstunden wurden besser besucht. Neben Volksliederabenden wurden nun auch Rundfunksingen ins Sängerprogramm aufgenommen. Die "Eintracht" erlebte wieder einen großen Aufschwung wobei sich Chorleiter Schweikert und Vorsitzender Albert Süß gleichermaßen Verdienste erwarben. Leider mußte der Vorsitzende Albert Süß im Mai 1950 aus gesundheitlichen Gründen den Vereinsvorsitz seinem Stellvertreter Hugo Süß übergeben. Groß war die Trauer, als man am 4. September 1956 von  seinem verdienstvollen ersten Vorsitzenden Albert Süß für immer Abschied nehmen mußte. Bei der Beerdigung war auch ein Männerquartett vom Patenverein "Liederkranz" Graben vertreten.