Nahezu ein Vierteljahrhundert führte dann Albert Mangold die "Eintracht", nachdem er bei der Mitgliederversammlung im Januar 1923 gewählt wurde. Albert Mangold brachte mit viel Energie das Vereinsleben richtig in Schwung, obwohl die wirtschaftlichen Verhältnisse in dieser Zeit durch die ständig steigende Geldentwertung nicht die Besten waren. Dies zeigt sich darin, daß bereits 1923 die Dirigentenentlohnung in Naturalien vorgenommen wurde. Aber all diese Schwierigkeiten konnten die Sänger der "Eintracht" nicht entmutigen, die Liebe zum Gesang durch ein intensives Vereinsleben zu bekunden. Schon setzte man sich neue Ziele, wobei die Anschaffung einer Fahne zunächst die erste Zielsetzung war. Im Jahre 1927 wollte man anläßlich der 40-Jahrfeier die Fahnenweihe vornehmen. Ein Beschluß, der so auch in die Tat umgesetzt wurde. Zunächst hatte man sich auch auf den gesellschaftlichen Bereich besonnen, wo neben den alljährlichen Sängerfesten auch vereinsinterne Feiern, wie Familienfeste, Weihnachtsfeiern und Ausflüge die Vereinszusammengehörigkeit festigten, Motivation für ein erfolgreiches Chorschaffen war die Erringung des 1a-Preises beim Ehrensingen am 25. Mai 1923 in Rüppurr. Diesen erfolgreichen Chorgesang setzte man weiter fort, da auch beim 2. Gausängerfest am 19. Juli 1925 erneut hohes Lob geerntet werden konnte. In diesen Jahren hatte sich auch die Sängerzahl nach oben orientiert, so daß man nunmehr über 50 Sänger zählte. Im Jahr 1926 wurde die Patenschaft zwischen der "Eintracht" Spöck und dem "Liederkranz" Graben begründet, eine Verbindung, die sich bis zum heutigen Tag erhalten hat und immer noch als eine sängerkameradschaftliche Säule bewährt. Das Jahr 1927 war dann das Jahr des 40-jährigen Stiftungsfestes und der Fahnenweihe. Dies wurde auch in großem Rahmen gefeiert. Die Verwaltung hatte für diese Großveranstaltung ein wüwürdiges Festprogramm zusammengestellt, wobei die musikalische Gesamtleitung dem Dirigenten Fichtner oblag. Das Festkonzert fand im "Hirsch" statt, während die weiteren Festlichkeiten in einem großen Festzelt gefeiert wurden. Höhepunkt bei diesem Fest war die Fahnenweihe. Das Fazit dieser Großveranstaltung zeigte dann später, daß man doch etwas zu viel gefeiert hatte, denn nur so ließ sich das entstandene Defizit erklären. Auf gesanglichem und kulturellen Gebiet war es aber auf jeden Fall ein Erfolg. In diesem Jahr waren die Sänger noch weiter groß gefordert, mußten doch viele Verpflichtungen erfüllt werden. Im September 1927 trennte man sich von seinem Dirigenten Adolf Fichtner. Nachfolger wurde dann Johann Schuster aus Daxlanden, während in der Übergangszeit zunächst Gustav Schönthal (dieser leitete damals die "Lassalli") einige Singstunden abgehalten hatte. Einen erneuten Dirigentenwechsel gab es im Jahr 1932, als für Johann Schuster nun Gustav Schönthal die Leitung des Chores übernahm. Mit Schönthal erreichte man schon im Mai 1933 bei einem Freissingen in Neudorf den Goldpokal und Dirigentenpreis. Das 50-jährige Jubiläum im Jahr 1937 brachte circa 800 Sänger nach Spöck, so daß man damals von einer machtvollen Sängerkundgebung sprach. Nachdem Verbot der "Lassallia'' im Jahre 1933 schlossen sich viele dieser Sänger der "Eintracht" an. So konnte man schon bei der ersten gemeinsamen Singstunde 85 Sänger registrieren. Bereits ab 1939, dem Jahr des Kriegsausbruchs, fielen Singstunden aus zumal das Übungslokal mit Soldaten belegt war. Später fanden die Singstunden zweimal im Monat statt. Da immer mehr Sänger in den Kriegseinsatz kamen und so die Sängerzahl auch bei der "Eintracht" stark schrumpfte, wurde gemeinsam mit dem "Liederkranz" gesungen, in einer harmonischen Zusammenarbeit, wie die Protokolle aussagen. Mit Ende des Krieges ging auch die Ära des ersten Vorsitzenden Albert Mangold zu Ende der den Verein in einer schwierigen Zeit geführt hatte. im Jahr 1947 wurde der verdienstvolle Vorsitzende Albert Mangold zum Ehrenvorsitzenden ernannt.